Unsere Lupine

Warum röstet Ihr als Kaffeeröster eigentlich auch Lupine, werden wir oft gefragt? Wir finden die Lupine so spannend, weil es eine regionale Ackerfrucht ist. Die Transportwege sind kurz und die Anbaubedingungen absolut transparent und nachvollziehbar.

Im Sommer 2022 sprach uns der Denstorfer Landwirt Hans-Heinrich Rautmann aus der Nachbarschaft an. Er wolle Lupine anbauen und wir sollen sie rösten. Das Abenteuer begann …

Für die ersten Röstungen in 2022 kam die Lupine von Bauern aus Norddeutschland, damit wir schon erste Erfahrungen mit dem Produkt sammeln konnten. Im Frühjahr 2023 hat Hans-Heinrich die Lupine aufs Feld gebracht und im Herbst schließlich erfolgreich geerntet. So dass wir nun ausschließlich Denstorfer Lupine in den Röster werfen! Anbau, Aufbereitung und Röstung zu 100 % in Denstorf. Wir würden sagen, dass ist nicht nur regional, sondern lokal oder „Besser geht’s nicht!“ Vom Acker bis zu unserer Rösterei ist es kein Kilometer. Da ist der Weg zu dir nach Hause vielleicht länger…

 

 

Ludwig

Lupine dunkle Röstung

Kräftig, stärkerer Körper

Haselnuss, dunkles Nougat, herb/kaffeeartig

250 Gramm gemahlen

Luise

Lupine helle Röstung

Mittlerer Körper

Mandel, Erdnuss, Haselnuss, helles Nougat

250 Gramm gemahlen

Geröstete Lupine ist kein Kaffeeersatz

Der Mensch ist kreativ und so ist es kein Wunder, dass er sich früher in Zeiten von Mangel bemühte, alles Mögliche (z. B. Eicheln oder Zichorie –Funfact: das dazugehörige Verfahren wurde in Braunschweig erfunden) zu rösten, um dem Geschmackserlebnis von Kaffee möglichst nahe zu kommen. Interessant ist, dass geröstete Lupine früher auch „Bauernkaffee“ genannt wurde, weil er von den Bauern angebaut, produziert und verkauft wurde.

Doch Hand aufs Herz: Ein Imitat (so gut es auch sein mag) kann kein Original ersetzen. Es wird weder dem Original gerecht, noch werden seine eigenen Stärken und Eigenschaft erkannt. Nicht selten wird von gerösteten Alternativprodukten deshalb etwas geringschätzig von „Kaffeeersatz“ gesprochen. Als wir Kinder waren gab es gern mal Getreidekaffee, der als „Muckefuck“ (von Mocca faux = falscher Kaffee) bekannt war. Die geröstete Lupine ist ein sagenhaft tolles, wunderbares und daher für uns eigenständiges Produkt ohne im Schatten der großen Diva „Coffea“ ihr Dasein fristen zu müssen.

 

Die Lupine

Die Lupine (Lupinus), von lateinisch lupus „Wolf“, ist eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler und gehört zu den Hülsenfrüchten so wie die wichtigen Nutzpflanzen Bohne, Sojabohne, Erbse, Kichererbse oder Erdnuss.

Die Samen insbesondere wilder und Gartenlupinen enthalten Lupinin, einen giftigen Bitterstoff. Früher wurde dieser Wirkstoff durch Waschen und Kochen der Samen entfernt, um die Lupine genießbar zu machen. Doch mittlerweile gibt es kultivierte Pflanzen, die als Süßlupinen bezeichnet werden (Weiße Lupine). Den Namen „Süßlupine“ verdankt der Schmetterlingsblütler aber nicht etwa dem süßen Geschmack, sondern dem über Jahre herausgezüchteten bitteren und giftigen Lupinin. Es findet keine sogenannte Genmodifikation statt, das heißt, dass das Saatgut also nicht genverändert ist.

Die Weiße Lupine ist eine einjährige Pflanze, mit einer Wuchshöhe von 20 bis 100 cm. Die Stängel sind nach oben hin verzweigt und seidig-zottig behaart. Die imposanten Blütenstände sind ein ausgezeichnetes Nahrungsangebot für Hummeln, Wildbienen und weitere Fluginsekten, die sie durch ihre Arbeit bestäuben. Die Pflanze bindet Stickstoff aus der Luft und fördert die Bodenqualität indem die langen Wurzeln den Boden auflockern.

Eigenschaften

Die Kalorienbilanz von gerösteter Lupine entspricht der des Kaffees (ca. 3 Kalorien/100 Gramm). Geröstete Lupine ist gluten-, laktose- und koffeinfrei und damit eine tolle Alternative mit vielen Nutzungsmöglichkeiten.

Lupinen gehören zu den eiweißreichsten Nutzpflanzen. Bei der Zubereitung bedarf sie daher etwas mehr Aufmerksamkeit. Bitte schaut deshalb zu unserer Zubereitungsempfehlung.

Geröstet kann die Lupine ihre Verwandtschaft zu den Hülsenfrüchten nicht leugnen. Sie schmeckt nussig (Erdnuss, Mandel, Haselnuss) und süßlich. Je nach Röstgrad hat Lupine einen schönen Körper (also einen „vollen“ Geschmack) und eine tolle Textur (abhängig von der Zubereitung).

Zubereitung

Wir sind gelegentlich überrascht, dass es Empfehlungen gibt, dass geröstete Lupine in allen gängigen Zubereitungsarten möglich ist. Möglich vielleicht ja, aber der hohe Eiweißgehalt der Lupine kann bei der Zubereitung zu unerwünschten Ergebnissen führen. Das Mahlgut quillt deutlich stärker als das des Kaffees. Im Kaffeefilter z. B. setzen sich die Poren häufig zu, so dass das Wasser kaum durchläuft.

Unserer Empfehlung ist einfach, schnell und gut

Nimm eine French Press/Stempel-Kanne/Drückekanne

Dosierung ca. 10gr./100ml.

Lupinenmehl mit ca. 1/3 der gesamten Wassermenge aufgießen, kurz quellen lassen, gut durchrühren und dann den Rest des Wassers aufgießen. Ziehzeit ca. 4 Minuten. Stempel vorsichtig herunterdrücken.

Wundere dich nicht: der Stempel wird nicht vollständig herunter zu drücken sein, da die Lupine stark gequollen ist.

Jetzt kannst du die Lupine pur probieren. 

Pro Tipp: Für ein kleines Lächeln in deinem Gesicht kannst du noch einen „Zaubertrick“ anwenden. Eine warme, geschäumte Milch (am besten Hafer/Soja) unterstützt die Nuss/Mandel/Nougatnoten erheblich, verstärkt den Geschmack, die Textur steigt und das Getränk entfaltet noch einmal eigene Noten. Ein vollständig eigenes Getränk, irgendwo zwischen Kakao, Kaffee und Chai Latte.

Wer keine French Press hat, kann die Lupine auch einfach in einer Kanne aufgießen und quellen lassen, abwarten und vorsichtig einschenken. Wem die Schwebstoffe zu viel sind, der kann sie durch einen Papierfilter abseihen. Auch sogenannten Dauerfilter mit nicht zu feiner Perforierung funktionieren oder du bist experimentierfreudig und probierst deine eigene Zubereitung …

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